LKGI – StarkeWirtschaftsOrte durch Wissen, Innovation und eine reizvolle Naturlandschaft

Was wir erreicht haben ...

Der Landkreis Gießen hat sich in den letzten Jahren auch wirtschaftlich sehr gut entwickelt. Erfolgreiche und nachhaltige Wirtschaftspolitik hat viele Aspekte, von denen hier nur einige genannt werden sollen: Wir nutzen in Kooperationsprojekten innovative Impulse aus der Forschung der heimischen Hochschulen, ganz aktuell zum Thema  Wasserstoffbusse. Wir haben die Infrastruktur ausgebaut: Die Breitbandgesellschaft Gießen, die auf meine Initiative hin 2011 gegründet wurde, hat gemeinsam mit den 18 Kommunen den Breitbandausbau im Kreis vorangetrieben. Wir blicken auch über die Grenzen des Landkreises: Ebenfalls auf meine Initiative hin trat der Landkreis der Frankfurt/RheinMain Gmbh bei, um Standortmarketing in der RheinMain-Region zu machen. Auch die Tourismusförderung hat einen hohen Stellenwert in unserem reizvollen Gießener Land und die steigende Freizeitqualität spricht ebenso für sich, wie die steigenden Übernachtungszahlen!

mehr zum Thema in der » Starke Wirtschaftsorte in der Erfolgsbilanz

Was jetzt zählt ...

Eines ist sicher: Wirtschaftliches Wachstum ist nach wie vor der Hebel für höhere Lebensstandards, bessere Bildung und Gesundheitsversorgung. Die Frage ist also nicht ob wir Wirtschaftswachstum brauchen, sondern wie ökologisches und sozial ausgewogenes  Wachstum aussehen kann. Die dafür notwendigen Veränderungen heißen:

  • erstens, von fossilen Energiequellen zu erneuerbaren Energien,
  • zweitens, eine kontinuierlich Steigerung der Ressourceneffizienz (aus weniger Rohstoffen und Energie mehr Wohlstand erzeugen)
  • und drittens, der Übergang zu einer modernen Kreislaufwirtschaft, in der jeder Reststoff wieder in die biologische oder industrielle Produktion zurückgeführt wird.

Viele Unternehmen im Landkreis wissen sehr wohl, dass gerade in der Produktion  ökologisches Handeln, die andere Seite der Wirtschaftlichkeit ist. Denn auch steigende Preise bei der Energieversorgung führt Unternehmen dazu Energie effizienter einzusetzen und aus den Produktionsprozessen Energie wieder zurückgewinnen. Gerade kleinere Unternehmen sollen zu diesen Herausforderungen mit der Initiative „Gießen macht‘s effizient“ (siehe Landkreis Gießen gemeinwohlorientiert und nachhaltig) beratend begleitet werden.

Auch der Übergang zu einer modernen Kreislaufwirtschaft wird von Unternehmen im Landkreis Gießen schon beispielhaft umgesetzt. Dieses Wissen um Recycling-Prozesses sollte durch geeignete Informationsveranstaltungen und Vernetzungstreffen mehr in die Fläche getragen werden. Dafür geeignet ist die Veranstaltungsplattform der TIG-Akademie.

Können wir die massiv zunehmende Konkurrenz zur Nutzung der zur Verfügung stehenden Flächen auflösen? Eine wichtige Frage, wenn es einerseits Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke sowie Gewerbeansiedlungen oder Bestandserweiterung braucht und anderseits diese Nutzung zum Verlust von Fläche für Landwirtschaft, Kultur-oder Naturlandschaft führt.  Angesichts der globalen Umweltproblematik ist die Notwendigkeit eines „sustainable development“, eines schonenden Umgangs mit den natürlichen und kulturellen Ressourcen, erkannt und weitgehend Konsens.

 

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis die Kommunen des Landkreises zu Workshops eingeladen, um gemeinsam mit den Kommunen Handlungsmöglichkeiten für einen besseren Umgang mit der Ressource Fläche zu erörtern. Ergebnisse dieser Erörterungen war, dass bei der Erschließung von neuen Gewerbeflächen zunehmend interkommunal gehandelt werden soll. Hierzu wurden verschiedene Modelle der Interkommunalen Zusammenarbeit vorgestellt. Ebenso sollten Gewerbeflächen nach bestimmten Kriterien vermarktet werden. Diese sind sowohl ökonomische, sozi-ökologische Kriterien als auch Kriterien wie die Anzahl der Arbeitsplätze, passt das Unternehmen zu den Bestandsunternehmen oder wie viel Verkehr ist mit der neuen Ansiedlung verbunden. 

Eine solche Vorgehensweise sichert einen schonenden Umgang mit der wertvollen Ressource „Fläche“ birgt aber auch Risiken für die Kommunen. Denn es kann durchaus länger dauern, bis eine Fläche vermarktet werden konnte. Um diese Risiken abzumildern, will ich mich für einen Ansiedlungsfonds einsetzen. Dieser Fonds kann die Vermarktungsrisiken für die Kommunen eingrenzen, indem das Geld für die Erschließung  bis zur Vermarktung über einen Ansiedlungsfonds bereitgestellt wird und somit die Haushalte entlastet.

Der Breitbandausbau muss weiterforciert werden. Der Bund hat sich das Ziel ausgerufen  bis 2025 flächendeckende Gigabitfähige Netze in Deutschland zu realisieren. Wir wollen ein Teil davon sein. Deshalb wird eine Masterplanung gemeinsam  mit den Kommunen beauftragt, um die Voraussetzungen für ein flächendeckendes gigabitfähiges Netz zu schaffen und gleichzeitig die Förderfähigkeit dieses Ausbaus durch den Bund herzustellen. Dafür stellt der Bund rund 12 Mrd. EUR zur Verfügung.

Die Tourismusförderung braucht ebenfalls nach der Pandemie einen neuen Schub. Viel wurde bereits geleistet. Im Gleiberger Land wurde die Möglichkeit der Verbesserung der touristischen Infrastruktur am Wissmarer See initiiert, Ferienwohnungen wurden über die Förderung des Leader-Programms angestoßen und nicht zuletzt hat der Landkreis durch die Beschilderung von touristischen themenorientierten Radwegen die Freizeitqualität auf dem Rad erhöht. Eine zusätzliche Wanderanalyse hat den Bedarf an zertifizierten Rundwanderwegen in unserer Region ausgearbeitet. Nun gilt es die Ergebnisse der Analyse zusammen mit den Städten und Gemeinden des Landkreises umzusetzen. Es braucht zudem gemeinsam mit unseren Destinationsorganisationen des Landkreises Lahntal e.V. und Vogelsbergtouristik GmbH einen Plan zur Unterstützung der Gastronomie und Hotellerie nach der Corona-Pandemie. Dafür will ich mich einsetzen.