LKGI – GesundheitsOrte und sozialer Zusammenhalt

Was wir erreicht haben ...

Im Rahmen eines Organisationsgutachtens wurden die Weichen für einen gut funktionierenden Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) gestellt. Als Träger des Rettungsdienstes stellt der Landkreis  sicher, dass wir den Anforderungen an die Rettungsfrist von 10 Minuten gerecht werden. Rettungswachen wurden ausgebaut und saniert, neue Technik kommt in den Leitstellen zum Einsatz. Der Landkreis hat zudem Gutachten in Zusammenarbeit mit Kommunen und externen Beratern gefördert, um die gesundheitliche Versorgung langfristig sicherzustellen. Zu nennen ist hier beispielswiese das MEDZENTRUM Lumdatal.

Der soziale Zusammenhalt in den Orten wird – neben der Förderung des Ehrenamtes mit dem Instrument der Gemeinwesenarbeit gestärkt. Dies ist für mich Daseinsvorsorge, das entscheidende Instrument, um die Teilhabe aller  Menschen am gesellschaftlichen und politischen Leben zu sichern. Dazu zählt ebenso das bezahlbare Wohnen. Durch eine interkommunale Wohnungsbaugesellschaft (SWS GmbH, Landkreis und 15 Kommunen) wird das Thema in nahezu allen Kommunen verankert, beraten und vorangetrieben.

 

mehr zum Thema » GesundheitsOrte und sozialer Zusammenhalt in der Erfolgsbilanz

Was jetzt zählt ...

Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Ländlichen Räumen sind nur durch den Ausbau  soziale und technische Infrastrukturen herzustellen. Dazu zählen auch die medizinische Infrastruktur, das Rettungswesen sowie der Öffentliche Gesundheitsdienst.

Deshalb wird es in Zukunft wichtig sein, auch neue Wege zu gehen, um Angebote für präventive medizinische Versorgung zu schaffen. Gute Beispiele sind im Landkreis bereits vorhanden. In Form von Medizinischen Versorgungszentren, MEDZentren oder Gesundheitszentren. Solche Ansätze gilt es weiterzuentwickeln. Beispielhaft ist aus meiner Sicht auch das Angebot „ Gemeindeschwestern Lich“.

 Solche Angebote ließen sich durchaus durch die Digitalisierung mit entsprechenden Videosprechstunden verbinden. Deshalb ist es wichtig, dass eines der Projekte des Landkreises zum Thema „Smarter Landkreis“  sich mit der Frage beschäftigen wird, wie kann über Digitale Formate die medizinische und pflegerische Versorgung im ländlichen Raum verbessert werden.

Der Pflegestützpunkt in Gießen leistet sehr gute Arbeit. Die Nähe zu einem solchen umfassenden Beratungszentrum ist jedoch sehr wichtig. Deshalb ist für mich ein  weiterer Pflegestützpunkt für den ländlichen Raum mit einer guten Vernetzung zu den Hausärzten ein wichtiges Zukunftsprojekt. Pflegestützpunkte sollen Pflegebedürftigen bzw. deren Angehörigen als ortsnahe Anlaufstelle helfen, schnell gute Hilfe für die betroffenen Menschen organisieren und bei der Beantragung von Leistungen  unterstützen. 

Bezahlbarer Wohnraum wird weiter gebraucht werden. Ein Monitoring zur Wohnraumversorgung im Landkreis soll unterjährlich hierzu entscheidende Informationen liefern. Wohnraum muss nicht immer in Form von Neubau bereitgestellt werden. Umnutzungen (wie die Umnutzung einer Schule zu Wohnraum in Lich) oder Bauen im Bestand sind weiterhin zu fördern.

Deutschland ist ein Einwanderungsland und wir sind alle gemeinsam dazu aufgerufen die Einwanderungsgesellschaft gemeinsam zu gestalten. Integration bedeutet für mich  chancengleiche Teilhabe und Teilnahme aller Menschen zu ermöglichen. Gleichzeitig verbinden sich mit den Rechten auch Pflichten. Integration ist kein einseitiger Prozess, sondern eine Aufgabe aller Beteiligten in einem Sozialgefüge.

In diesem Sinne habe ich auch in der Fachkommission der Bundesregierung zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit mitgearbeitet.

Gemeinwesenarbeit  in den Orten des Landkreises wird den Aufbau von sozialen Beziehungen und Kooperationsstrukturen unterstützen. Es werden Entwicklungen im Stadtteil im Sinne der dort lebenen Menschen angeregt und unterstützt. Dies wird den Prozess einer möglichen Teilhabe und Teilnahme aller im Stadtteil oder Ortsteil befördern.