Erfolgsbilanz

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Gemeinwohlorientiert und nachhaltig

Energie und Klimaschutz

Das Sachgebiet Energie und Klimaschutz in der Kreisverwaltung wurde auf meine Initiative und nach Vorlage des Integrierten Klimaschutzkonzeptes 2012 aufgebaut. Zur Einbindung von Expertinnen und Experten, Bürgerinnen und Bürgern und Kommunalpolitik wurde ein Energie- und Klimabeirat initiiert. Dieser begleitet die Arbeit des Sachgebietes und spricht Empfehlungen für die Kreispolitik aus. Bereits das von mir beauftragte Integrierte Klimaschutzkonzept des Landkreises zeigte, das die Chancen des Landkreises bei der Einsparung von Treibhausemmissionen in der „Wärmewende“ liegen. Zwei-Drittel der Primärenergie fließen in die Wärme. Die durchgeführten Studien zur Wärmeversorgung verstärkten diesen Eindruck.

 Im Ergebnis war ein hoher Einsatz von fossilen Energieträgern, eine geringe Sanierungsquote bei energetischen Sanierungen sowie ein hoher Bestand an alten Heizungen bei den Wohngebäuden des Landkreises Gießen feststellbar. Um ein Umdenken im Landkreis Gießen einzuleiten wurde zunächst die Beratungsarbeit verstärkt. Hierzu wurde ein unabhängiges Energieberatungsnetzwerk ins Leben gerufen. Die Berater geben jeder Hauseigentümerin, jedem Hauseigentümer, jenen, die es werden wollen oder Unternehmen nicht nur qualifiziert Auskunft über sinnvolle und prioritär anzugehende Sanierungsmaßnahmen, sondern bringen auch Licht in den Förderdschungel.

Revitalisierung für Dorf- und Altstadtkerne - ALBIZ

Weitere Maßnahmen waren die Revitalisierungsförderrichtlinie für die Dorf- und Altstadtkerne im Landkreis Gießen sowie der Aufbau des Altbau-Beratungs- und Informationszentrum (ALBIZ) im ältesten Haus Grünbergs. In diesem Beratungszentrum wird nicht nur eine niedrigschwellige Beratung der Unteren Denkmalschutzbehörde angeboten, sondern eine umfassende Expertenberatung für Bauherren und Bauherrinnen die im Altbestand sanieren. 

Eine Schaubaustelle soll zeigen, wie eine fachliche Sanierung funktionieren kann. Das ALBIZ soll Mut machen, beraten und unterstützen. Denn jeder Wohnraum, der im Altbaubestand entsteht ist ein Beitrag zum Klimaschutz.

Masterplan 100 % Klimaschutz

Der Masterplan 100 % Klimaschutz definiert über 200 Handlungsempfehlungen zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens.

Zur Erfassung von erzielten Verbesserungen für das Klima wurde ein Monitoring für die Entwicklung der Treibhausemmissionen entwickelt, um Erfolg und Misserfolg messen zu können.

Derzeitiges Fazit: Trotz Bevölkerungswachstum sind in den Jahren 2010 bis 2018 die CO2-Emissionen im Kreisgebiet um 10,4 Prozent gesunken. Die größten Einsparungen wurden im Bereich der privaten Wohngebäude erzielt. Ein großer Erfolg ist, dass Dank der Aktivitäten von Kommunen im Bereich der regionalen Energieerzeugung, diese von 2013 bis 2018 um 144,5 Prozent gestiegen ist.

Markante Beispiele aus dem Masterplan:

  • Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der nachhaltigen Mobilität: Dies wurde mit der Studie Elektromobilität im Oberen Lahntal (EMOLA) unter Einbindung von Expertinnen und Experten, Bürgerinnen und Bürgern und Politik umgesetzt. Ebenfalls wurde ein Kreisenergietag zum Thema E-Mobilität durchgeführt. Im Kern konnte der Bedarf für Ladestationen im Landkreis Gießen bis 2026 ermittelt werden. Seither sind viele Ladestationen in Stadt und Landkreis Gießen hinzukommen, so dass trotz den steigenden Zahlen von E- und Hybrid-Autos im Landkreis Gießen derzeit ausreichend Ladestationen vorhanden sind. Zwischen den Jahren 2025 und 2026 müssten 31 öffentliche Ladestationen im Kreisgebiet geschaffen werden.
  • Förderung der Elektromobilität im Landkreis Gießen. Als gutes Beispiel ist der Landkreis vorangegangen und hat 75% des Fahrzeugpools elektrifiziert und 15 Ladepunkte am Riversplatz für den eigenen Fuhrpark aufgebaut. Zwei weitere öffentliche Ladepunkte werden ebenfalls angeboten.
  • Beratung der Kommunen, Bildung von Netzwerken und Verankerung des Klimaschutzes auf kommunaler Ebene sowie die aktive Unterstützung der Kreiskommunen bei der Beantragung von Fördermitteln im Klimaschutz. Aktuelles Beispiel ist die Begleitung von Pilotkommunen, die sich für eine energetische Quartierssanierung in ihrer Gemeinde entschieden haben.
  • Praktische Vermittlung von Klimahandeln in der ´Veranstaltungsreihe „Jahr der Nachhaltigkeit“ gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule und weiteren Partnern. Die Veranstaltungsreihe wird im September starten.

Starke WirtschaftsOrte durch Wissen, Innovation und eine reizvolle Naturlandschaft

Wirtschaftsstandort Landkreis Gießen

Der Wirtschaftsstandort Landkreis Gießen ist geprägt durch seine verkehrsgünstige Lage mitten in Hessen, seine Nähe zum Rhein-Main-Gebiet und rund 70 Kilometer zum Frankfurter Flughafen. Ein weiteres markantes Merkmal ist ein kulturell aktives Oberzentrum mit zwei Hochschulen und außeruniversitären Forschungszentren.  Dieses „Wissen“ ist ein hoher Standortvorteil.

Kompetenzzentren an der THM Gießen-Friedberg, interdisziplinäre Forschungen an Justus-Liebig-Universität sowie THM Gießen Friedberg bringen Know-How in die Region. Über das TransMIT-Zentrum finden Unternehmen Zugang zu Hochschulideen und -produkten.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten über dieses Zentrum ihre Produkte und Dienstleistungen in einem professionellen Rahmen an. Ebenso verfügt der Landkreis über die Hochschulen über ein hohes Potential gut ausgebildeter junger Menschen.

Dies bietet auch Chancen für den Wirtschaftsstandort Landkreis Gießen. Der Landkreis Gießen hat in diesem Zusammenhang bereits Kooperationsverträge mit der THM abgeschlossen. Viele Landkreisprojekte profitieren von der engen Zusammenarbeit mit der Forschung vor Ort. Ein gutes Beispiel ist z.B. die Bewerbung der mittelhessischen Landkreise Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill-Kreis und Landkreis Gießen als Wasserstoffregion, in enger Abstimmung mit der THM Gießen-Friedberg.

Infrastruktur und Marketing

Neben guter verkehrsgünstigen Lage, Wissen und Forschung profitiert der Landkreis Gießen von einer guten Breitbandinfrastruktur und der Tourismusförderung. Auf meine Initiative wurde 2011 die Breitbandgesellschaft Gießen gegründet. Gemeinsam mit allen 18 Kommunen wurde der Breitbandausbau vorangetrieben. In der ersten und zweiten Ausbaustufe wurden 97 Prozent der Fläche abgedeckt. Der Ausbau erfolgte in der letzten Meile über Kupfer. In der nun Im Juli beginnenden dritten Ausbaustufe wurde ein Strategiewechsel vollzogen. In dieser dritten Stufe werden fast 100 Schulen von Stadt und Landkreis sowie die von den Kommunen angemeldete Nachverdichtungsprojekte mit direkten Glasfaseranschlüssen versorgt.

Ein wichtiges Thema für den Wirtschaftsstandort ist auch das Marketing. Seit 2003 erst im Verein, dann in der Gesellschaft ist der Landkreis im Regionalmanagement Mittelhessen aktiv. Als Teil der mittelhessische Region nimmt der Landkreis Gießen zusammen mit den anderen mittelhessischen  Landkreisen die Aufgabe wahr, das Profil der Region durch Projekte in den Bereichen Bildung, Infrastruktur und Innovation schärfen. Daneben sollten auch internationale Ansiedlungen, soweit sie einen technologischen Input und Arbeitsplätze mitbringen forciert werden. Deshalb ist der Landkreis auf meine Initiative der Standortmarketinggesellschaft Frankfurt/RheinMain Gmbh beigetreten. Vor wenigen Wochen konnte eine erste internationale Ansiedlung realisiert werden. Die Wirtschaftsförderung sowie auch ich nehmen regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement Mittelhessen GmbH an einer der größten internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen der ExpoReal in München teil.

Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsförderung berät und unterstützt Bestandsunternehmen im Landkreis. Im Rahmen einer Unternehmensbefragung wurden die Wünsche und Vorstellungen der Unternehmen im Landkreis Gießen eruiert. Gemäß diesen Wünschen gab es nicht nur eine Reihe von Unternehmensbesuchen von meiner Seite, sondern auch Formate wie „Unternehmerfrühstück“ als wichtige Austauschplattform. Ebenso gibt es einen regelmäßigen Unternehmer News-Letter, der u.a. auch zu Fördergeldern informiert.

Weitere wichtige Angebote zusammen mit der Technologie- und Innovationsgesellschaft (TIG Gießen GmbH) ist die TIG-Akademie, dort werden Schulungen für Unternehmen/Unternehmer angeboten sowie der Unternehmersprechtag. Der regelmäßig stattfindende Gründerstammtisch sowie die mit der TIG, Landkreis und Stadt Gießen durchgeführte Gründermesse sind Angebote, die von der Gründerszene gerne angenommen werden.

Tourismusförderung

Tourismusförderung im Landkreis ist für die Ansiedlung von Unternehmen, aber auch für Bestandsunternehmen, wenn es um die Sicherung von Arbeitskräften geht, von großen Vorteil. Dies haben uns Gespräche mit den Unternehmen im Landkreis Gießen gezeigt. Denn Tourismusförderung trägt zu einer gut ausgebauten Infrastruktur in diesem Bereich bei, von der auch die Bürger und Bürgerinnen des Landkreises profitieren. Zu nennen ist hier der Lahnradweg, als einer der Beliebtesten Deutschlands, der Lahnwanderweg sowie die Lahn, die zum Verweilen und Paddeln einlädt.

Regionale Tourismuskonzepte wie das „Gleiberger Land“, die Lahntäler oder die Fachwerkstädte Grünberg, Laubach, Hungen und Lich tragen zu einer positiven Einkommens-, Arbeitsplatzbilanz im Tourismusbereich bei. Doch gerade der Hotel- und Gastronomiebereich hat unter der Corona-Pandemie gelitten und braucht nun unser besonderes Augenmerk in der Aufbauphase nach der Pandemie.

 

Gute Bildungsorte

Der Landkreis Gießen hat in den letzten Jahren eine Rekordsumme in in den Neu- Umbau und die Sanierung von Schulen investiert. Dies war nur möglich, weil die Sanierung und Konsolidierung des Haushaltes erreicht werden konnte. Ebenso wurde durch die Akquirierung von Fördermitteln ermöglicht, dass nun 2021 und 2022 alle Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen werden.
Bildung ist jedoch mehr als Schulbildung. Bildung ist in einer Wissensgesellschaft zentral. Die wachsende Bedeutung von Wissen – technologischem Wissen und Handlungskompetenz ist in fast allen Lebensbereichen festzustellen.

Damit wird lebenslanges Lernen immer wichtiger und auch das Schaffen von Angeboten. Hier bietet die Volkshochschule des Kreises ein umfassendes Bildungsprogramm im Bereich Arbeit und Beruf, Digitale Bildung, Gesundheit, Sprachen und Poltische Bildung. Das digitale Angebot wurde ebenfalls ausgebaut. Ebenso wurde umfassend dafür gesorgt, dass die Berufsorientierung in den Schulen ausgebaut wurde. Durch die Sanierung der Kreisvolkshochschule in Lich ist ein Bildungsort entstanden, der der sowohl Bildungstreffpunkt ist, als auch unterschiedliche Bildungsformate ermöglicht.

MobileOrte

Mobilität in der Stadt und auf dem Land bedenken

Bis heute ist der PKW das wichtigste Mittel zur Sicherstellung der Mobilität im ländlichen Raum. Während durchaus zu beobachten ist, dass in den Städten durchaus der Trend zum Verzicht auf das eigene Auto  zu verzeichnen ist. Dies hat auch mit unterschiedlichen Voraussetzungen zur Nutzung des ÖPNVs, des Fahrrads oder Car-Sharing zu tun.

Sicher ist, dass wir weiterhin in Straßen investieren müssen, aber gleichzeitig und gerade auch im ländlichen Räumen den ÖPNV und alternative Verkehrsmittel stärken müssen.  Denn eines ist klar hiervon hängt nicht nur die Attraktivität der ländlichen Räume als Wohn- und Lebensort ab, sondern auch erhebliche Einsparungen an Treibhausgasen.

Lumdatalbahn, Horlofftalbahn, Laubach-Shuttle und Main-Weser-Bahn

Vor diesem Hintergrund wurden Projekte wie die Reaktivierung der Lumdattalbahn und der Horlofftalbahn durch die Beauftragungen von Nutzen-Kosten-Analysen initiiert. Beide Reaktivierungen befinden sich jetzt  in frühen Planungsphasen und der Klärung, einer möglichen Förderung durch Bund und Land Hessen.

Zur Attraktivität des öffentlichen ÖPNVs tragen auch schnelle Busverbindungen ins Oberzentrum Gießen bei. Der sogenannte Laubach-Shuttle, eine schnelle Verbindung zwischen Laubach und Gießen, befindet sich derzeit in der Erprobungsphase.

Durch die Neuausschreibung der Verkehrsleistungen der Main-Weser-Bahn sind auch die Netzentwicklung und der stufenweise Ausbau in Zusammenhang mit der S-Bahn-Linie 6 zwischen Frankfurt/West und Bad Vilbel/Friedberg vorgesehen. Vorteile des neuen Betriebskonzeptes der Main-Weser-Bahn sind, dass ab dem Fahrplanwechsel 2023 stündliche Direktverbindungen nach und von Frankfurt angeboten werden.

Ausbau der Elektromobilität

Ebenso müssen die Chancen und Möglichkeiten durch Elektromobilität genutzt werden. Der Anstieg der Elektroautos im Landkreis Gießen hat in den letzten Jahren zugenommen. Um weitere Anreize zum Umstieg auf das Elektroauto zu bieten, muss das Angebot an öffentlichen Ladesäulen wachsen.

Hierzu hat der Landkreis Gießen eine Studie beauftragt, die bis 2026 bei steigender Anzahl von Elektroautos den Bedarf an öffentlichen Ladesäulen ausweist. Dies hat auch dazu geführt, dass der Ausbau von öffentlichen Ladesäulen durch die Kommunen, aber auch durch Private belebt wurde (siehe auch Gemeinwohlorientiert und nachhaltig).

Radverkehrskonzept und Radwegeausbau

Der Radverkehr im Alltagsverkehr nimmt zu. Ebenso die Nutzung der E-Bikes. Beides muss dazu führen, dass gut ausgebauten Radwege (auch straßenbegleitend) sowie schnellen Alltagsrouten für den Radverkehr auf der Agenda stehen. Um hierfür die Weichen zu stellen wurde ein Radverkehrskonzept entwickelt. Dieses wurde in vier Bürgerversammlungen vorstellt und diskutiert.

Änderungen aus diesen Beteiligungsprozessen wurden aufgenommen. Mit diesem Konzept wurde nicht nur der Grundstein einer Radverkehrsplanung gelegt, sondern auch eine gute Voraussetzung zur Beantragung von Fördermittel für den Ausbau von Radwegen sowohl für alle Kommunen des Landkreises als auch für den Landkreis selbst geschaffen.

Aktive LebensOrte

Stärkung des Ehrenamtes

In der zurückliegenden Wahlperiode wurde der erste Demografiebericht des Landkreises als Monitoring vorgelegt. Das Monitoring ermöglicht die jährliche Fortschreibung des Demografieberichtes, so dass eine Aktualität des Berichtes gewährleistet ist.  Ein wichtiger Ansatz in diesem Bericht ist die Frage nach der Zukunftsfähigkeit unserer Dörfer im Landkreis Gießen. Diese Zukunftsfähigkeit wird an wichtigen Kriterien gemessen, die durch das renommierte Berlin Institut ermittelt wurden.

Danach spielt das Vereinsleben, der Grad der organisierten Ehrenamtlichkeit eine große Rolle für die Zukunftsfähigkeit der Dörfer. Dies zeigt einmal mehr ein starkes Ehrenamt ist für die Entwicklung und die Attraktivität unserer Gemeinden in Stadt und ländlichen Räumen unverzichtbar. Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre das gesellschaftliche und kulturelle Leben deutlich ärmer. Wir alle Wissen zudem, ein starkes Ehrenamt ist auch ein Garant – eine wichtige Säule – unserer Demokratie. 

Unterstützung für die Freiwilligen Feuerwehren

Doch der demografische Wandel hinterlässt auch Spuren in den Vereinen.

Dies betrifft auch die Einsatzabteilungen der öffentlich-rechtlichen Freiwilligen Feuerwehren. Deshalb haben sich die Leiter der Freiwilligen Feuerwehren mit der Gefahrenabwehr des Landkreises zu mehreren Zukunftswerkstätten zusammengefunden. Viele der Ergebnisse dieser Zukunftswerkstätten wurden bereits durch den Landkreis und die Kommunen umgesetzt. Hierzu zählt das hessenweit beachtete „Interkommunale Fahrzeugkonzept Brandschutz“.

Zu einer weiteren Entlastung der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren wird das Feuerwehrtechnische Zentrum im gemeinsamen Gefahrenabwehrzentrum Stadt und Landkreis Gießen führen. 

Durch den Kreisfeuerverband Gießen e.V. ist zudem eine starke Interessensvertretung der 18 Kommunalen Feuerwehren mit ihren 94 Ortsteilfeuerwehren gesichert. Auch hier engagieren sich Feuerwehrkameradinnen und -kameraden ehrenamtlich. Vor diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, dass die finanzielle Unterstützung des Kreisfeuerverbandes durch den Landkreis erhöht wurde.

Förderung von Ehrenamt im Sport - Sportförderpreis

Ehrenamtsförderung z. B. im Sport bedeutet auch finanzielle Förderung. Für diese will ich mich – trotz knapper Kommunaler Kassen – weiterhin starkmachen. Denn gerade die Vereine, sei es im Sozial-, Sport- oder Kulturbereich sind der Lebensnerv unserer Städte und Dörfer und stehen für soziale Integration. Deshalb werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Sportstätten und Sporthallen des Landkreises den Sportvereinen unentgeltlich für Training und Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden.

Eine gute Entscheidung ist der Sportförderpreis des Landkreises Gießen. Anfänglich habe ich für die erste Verleihung des Sportförderpreises Sponsorengelder eingesammelt, nun beschloss der Kreistag in der letzten Wahlperiode auf Initiative von SPD, Die Grünen und FW für diesen Förderpreis 12.000 EUR zur Verfügung zu stellen. Gefördert werden nachahmenswerte Projekte zur Stärkung der Kinder- und Jugendarbeit sowie des Vereinslebens. Um die Sportvereine, deren Arbeit  besonders unter der Corona-Pandemie litt, zu stärken, hat der Kreisausschuss auf meine Initiative hin beschlossen, Fördergelder aus den Bußgeldern gegen Verstöße der Corona-Verordnungen bereitzustellen.

Freiwilligenzentrum und Ehrenamtskonferenzen

Das Ehrenamt wird immer vielfältiger. Ehrenamtliche Initiativen tragen zur Attraktivität der Städte und Dörfer bei und sichern gesellschaftliche Integration – das Miteinander vor Ort. Hier setze ich weiterhin auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenzentrum Stadt- und Landkreis Gießen.

Vor diesem Hintergrund bot der Landkreis zusammen mit dem Freiwilligenzentrum Stadt und Landkreis, zwei Ehrenamtskonferenzen zur Frage, wie können Kommunen, Vereine, Einrichtungen und Institutionen konkret dazu beitragen das ehrenamtliche Engagement zu stärken.

Kulturelle Vielfalt

Kulturförderung

Kultur ist und bleibt ein wichtiger Standortfaktor. Qualität und Vielfalt kommunaler Kultur sind nicht unerheblich, wenn es um den Verbleib bisheriger Unternehmen und  Neuansiedlung von Betrieben in der Region geht. Kultur- und Medienwissenschaftliche Unternehmen tragen ebenso zur Wertschöpfung in der Region bei und verdienen mehr und mehr besondere Beachtung.

Zudem trägt Kultur zur Identifikation mit der eigenen Region bei. Wenn Bürgerinnen und Bürger von der Attraktivität der Kulturangebote überzeugt sind, leben sie nicht nur gerne im Landkreis, sondern tragen es auch über die Region hinaus weiter.

Das ist mit die beste Werbung für den Kulturstandort Landkreis Gießen. Gerade die Attraktivität ländlicher Räume kann nachhaltig durch Kulturinitiativen gestärkt werden. Dazu zählen u.a. Chöre, Musikangebote, Orchester, Musikgruppen, bildende und darstellende Kunst, wie auch kulturhistorisch bedeutsame Stätten und Einrichtungen. Dies, ob ehrenamtlich oder professionell zeigt: Kultur fördert den Austausch, bringt neue Sichtweisen zutage, fördert Teilhabe und stärkt damit unsere Demokratie.

Denkmalpflege

Die Denkmalpflege, die unter den von Menschen geschaffenen, materiellen Geschichtszeugnissen die Denkmale erkennt und bewahrt, ist unzweifelhaft Teil der Kultur. In diesem Zusammenhang fördert der Landkreis die Sanierung sowohl von Denkmalen, die sich im Privatbesitz befinden, als auch Denkmale, die von ehrenamtlichen Vereinen betreut werden.

Gerade dieses hohe ehrenamtliche Engagement für unser kulturelles Erbe ist eine unschätzbar wertvolle Arbeit.

Förderpreis "Kulturregion Landkreis Gießen"

Viele Gründe also, um die Vielfalt unserer Kulturregion Landkreis Gießen zu fördern. 2021 wurde der Förderpreis „Kulturregion Landkreis Gießen“ zum 5. Mal ausgerufen.

In den zurückliegenden vier Jahren haben sich weit über 100 Vereine, Institutionen und Kunstschaffende um diesen Preis beworben. Die Bewerbungen kamen aus den Gattungen bildende und darstellende Kunst, Musik, Literatur und Kulturermöglicher.

Hilfe für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Neben einer Vielzahl gemeinnütziger kulturellen Aktivitäten in der Region ist die Kultur- und Kreativwirtschaft eine eigenständige Branche, die gerade durch die Corona-Pandemie schwere Einbußen hinnehmen musste. Viele Kunstschaffende konnten ihren Beruf nicht ausüben und auch die gemeinnützigen kulturellen Aktivitäten kamen zum Erliegen. Deshalb war es wichtig, Förderprogramme für diese Zielgruppen aufzulegen.

 Das Förderprogramm „Vorhang auf“ richtet sich an professionelle Künstlerinnen, Künstler und Kulturermöglicher. Auf meine Initiative hin wurden eingenommene Bußgelder (wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen) für gemeinnützige Kulturvereine, z. B. Chöre, Theatergruppen, Orchester oder sonstige Musikgruppen, verwendet. Dieses Geld kam bei weit über 200 Vereinen im Landkreis Gießen an.  

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Präventive Gesundheitsorte und sozialer Zusammenhalt

Gesundheit

Die Pandemie hat die gezeigt, der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD)  muss schlagkräftig aufgestellt sein, um seine besonderen präventiven Aufgaben in der Kinder- und Jugendmedizin oder im Bereich der Hygiene erfüllen zu können. Im Rahmen eines Organisationsgutachtens wurden die Weichen für einen gut funktionierenden öffentlichen Gesundheitsdienst gestellt.

Als Träger des Rettungsdienstes stellt der Landkreis über die Bereichsplanung sicher, dass wir den Anforderungen an die Rettungsfrist von 10 Minuten gerecht werden. Durch  den Zubau und die Sanierung von Rettungswachen wurden weitere qualitative Verbesserungen erzielt. Der Einsatz neuer Technik  ermöglicht es der Leitstelle Menschen am Unfallort zu unterstützen. EmergencyEye ermöglicht unserer Leitstelle die Anrufer bei einem Notruf sofort und genau zu orten und mit ihnen eine direkte Videoverbindung aufzubauen.

Der Landkreis hat zudem Gutachten  in Zusammenarbeit mit Kommunen und externen Beratern gefördert, um die gesundheitliche Versorgung langfristig sicherzustellen. Zu nennen ist hier beispielswiese das MEDZENTRUM Lumdatal.

In der Pandemie haben wir für zusätzliche Dienstleistungen gesorgt. Zu nennen sind hier

  • Die Impflotsen, die zu Beginn der Impfungen ältere Menschen bei der Anmeldung über das Landesportal unterstützt haben. Diese waren in allen Kommunen des Landkreises tätig.
  • Frühzeitiges Testen in den Schulen – bereits schon bevor das Land die Schultests eingeführt hat
  • flächendeckende Infrastruktur für Testungen – hierbei auch Kindertestungen durch den sogenannten Lolly-Test möglich gemacht.
  • Ausbau eines Personalpools von Unterstützerinnen und Unterstützer, die sowohl von den Pflegeheimen, den Verwaltungen sowie anderen Einrichtungen abgerufen werden können.

Sozialer Zusammenhalt

Der soziale Zusammenhalt in den Orten wird – neben der Förderung des Ehrenamtes mit dem Instrument der Gemeinwesenarbeit gestärkt.

Dies ist für mich Daseinsvorsorge, das entscheidende Instrument, um die Teilhabe aller  Menschen am gesellschaftlichen und politischen Leben zu sichern.

Dazu zählt ebenso das bezahlbare Wohnen. Eine Förderrichtlinie des Landkreises ermöglicht Baugenossenschaften und Investoren Zuschüsse für den Bau von bezahlbarem Wohnraum zu erhalten. Durch eine interkommunale Wohnungsbaugesellschaft (SWS GmbH, Landkreis und 15 Kommunen) wird das Thema in nahezu allen Kommunen verankert, beraten und vorangetrieben.

Die SWS GmbH hat seit 2018  insgesamt 152 Wohneinheiten geprüft, die durch den Kreisausschuss mit Haushaltsmittel des Landkreises Gießen gefördert wurden. Fast genauso viele werden derzeit geplant. Es wurde bisher eine Fördersumme von 2,8 Millionen Euro bewilligt und zahlreiche Fördermittel bereits ausgezahlt.

Zudem entstehen Wohnungen in vorhandener Bausubstanz, die durch die Förderrichtlinie Revitalisierung bezuschusst wird. In den Jahren 2020 /2021 bekamen 16 Projekte mit 34 Wohneinheiten eine Förderzusage, viele davon in alten Gebäuden, die prägend für die Ortskerne im ländlichen Raum sind.

DigitalVernetzt

Digitalisierung ist inzwischen in vielen Lebensbereichen Realität geworden. Wirtschafts- und Arbeitsbereich, Gesundheit, Verkehr, Bildung, Verwaltung usw. Das Onlinezugangsgesetz wird bis 2023 den Onlinezugang zu Verwaltungsleistungen für die Bürgerinnen und Bürger verbessern. An dieser Aufgabe arbeitet die Verwaltung des Landkreises mit Hochdruck. Digitalisierung des Ausländerwesens, digitaler Bauantrag oder Digitaler Führerschein sind erste Projekte, die derzeit in der Vorbereitung sind.

Das zeigt, die zunehmende Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Vielmehr möchte ich dazu beitragen, dass diese sowohl im sozialen, ökologischen wie auch ökonomischen Sinne nachhaltigen Zielen dient.

Mein Einsatz gilt einer smarten Region, die die Digitalisierung dazu nutzt, die Regionalplanung gerecht, energie- und ressourceneffizient auszurichten und zu gestalten. Zudem kann eine solche Strategie auch Disparitäten zwischen Stadt und ländlichen Räumen entschärfen. Eine solche Zielausrichtung bedarf einer Strategie, die Bürgerinnen und Bürger partizipativ einbindet, genauso wie Partner aus der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Deshalb soll der Prozess durch einen Digitalisierungsbeirat begleitet werden.

Da ein solches Vorgehen erheblicher finanzieller Mittel bedarf habe ich eine Bewerbung des Landkreises für die Dritte Staffel des Bundes „Smart Cities“ initiiert. Diese Bewerbung war erfolgreich und gib dem Landkreis die Möglichkeiten Digitale (Im)Pulse im Gießener Land zu setzen und Fördermittel in Höhe von knapp 6 Mio EUR hierfür einzusetzen.